Leiden auf hohem Niveau

Der Stel­zen-Por­sche Cayenne kommt jetzt mit Tur­bo-Die­sel-Herz.
Wel­che Men­ge Öko-Schmäh ver­trägt eine eta­blier­te Sport­wa­gen-Mar­ke?

Jetzt ist es soweit. Porsche bringt nach den schon vergessenen Traktoren nun wieder einen Diesel. Wie weh tut denn das? Wenn einer Porsche sagt, denkt er an einen flachen schnellen Sportwagen. Der Cayenne braucht auch viel Sprit, aber wohl vorwiegend um den Luftwiderstand zu überwinden. Als Turbo S geht der Cayenne recht flott. Aber ein Sportwagen ist er nicht. Hinter vorgehaltener Hand wird er als Einkaufswagen freizeitverwöhnter Damen belächelt.

Fast 80 Pro­zent aller SUV wer­den mit Die­sel betrie­ben. Grund genug für Por­sche, jetzt den dreh­mo­ment­star­ken Audi V6 Tur­bo-Die­sel mit 240 PS in den Cayenne zu pflan­zen. Die­ses Auto soll Por­sche über die Kri­se hel­fen. Ob das die Sport­wa­gen­mar­ke über­lebt, wenn man sich immer wei­ter von dem ent­fernt wofür man berühmt ist, wird sich zei­gen. Dem­nächst kommt mit dem Pan­ame­ra ein 4-Türer von Por­sche und für 2010 ist der Cayenne mit Hybrid-Motor ange­kün­digt. Wir schau­en gebannt auf die Absatz­zah­len.

Aus öko­lo­gi­scher Sicht ist der neue Die­sel natür­lich brav. Aber Umwelt­schutz kann nicht der letz­te Grund sein, mit 240 PS ein über 2,2 Ton­nen schwe­res Auto zu bewe­gen. Aber Porsche spart -- und fängt bei den Emissionen an.

Foto: Por­sche