Drei Männer und eine Göttin

Ein Rennfahrer als Konstrukteur, ein Italiener als Designer und ein französischer Visionär als Geldgeber. Da kann eigentlich nichts schiefgehen beim Autobau. – Und wirklich,  40 Jahre, nachdem die letzte DS vom Band lief, markiert sie für viele immer noch die Spitze des französischen Automobilbaus.

Frankreich, 1965 – Fantômas entgleitet Kommissar Juve – wieder.  Seine DS klappt die Flügel aus und startet durch. Zeigt dem Kommissar im legendären Film „Fantômas gegen Interpol“ die Endrohre.  Diese Filmszene macht ein Auto weltweit bekannt und dessen Namen wohl alle Ehre.

Citroëns Göttin – la Déesse – beim Gleichklang der Typenbezeichnung für die ganze Flotte der neuen Modelle als „D-Modelle“ und dem französischen Wort für Göttin, war der Spitzname aufg’legt  – geht 1955 erstmals vom Band. André Citroën verpflichtet den Monte-Gewinner André Lefèbvre als Konstrukteur und den italienischen Designer Flaminio Bertoni, der DS die Kurven zu verpassen. Oder die Ecken, je nachdem, wie man es sehen möchte. Denn die elf Modelle der DS, die in den 20 Jahren bis 1975 gebaut wurden, polarisieren. Da gibt’s kein vielleicht. Entweder man erliegt ihrem Charme oder nicht.

Dass sie für viele, 40 Jahre nach Produktionsschluss,  immer noch der Inbegriff des stilvollen französischen Fortbewegens ist, zeugt wohl von der Qualität als Charmbolzen. Wieso auch sonst flimmert nach Jean Marais ein weiterer fescher Blondschopf mit einer DS über unsere Bildschirme. Simon Baker in der US-amerikanischen Krimi-Serie „The Mentalist“.

Mentalist muss man keiner sein, um sich zusammenzureimen, dass Citroën an diese glorreiche Zeit anknüpfen möchte. Am diesjährigen Genfer Autosalon  präsentiert Citroën die eigene Marke „DS“. Vier Modelle findet man derzeit auf der Homepage der Franzosen. „Die junge, dynamische Marke DS bietet fahraktive Limousinen für moderne Menschen, die das Besondere suchen“, verspricht man uns dort. Ein großes Versprechen im Schatten der Göttin.(frau_glu)


Link: Citroën; Foto: Wolfgang Voglhuber