Sympathieträger und Quizthema

Der C4 Picas­so bie­tet viel Platz und ist rich­tig kom­mod. Mit sei­nem futu­ris­ti­schen Design sticht er aus der Mas­se der sonst eher bie­de­ren Fami­li­en­vans her­vor.

Schau einmal einer an, am Samstag in der Früh, da sind die Menschen im Wiener Speckgürtel ja richtig freundlich. Da blinzelt sogar grüßend ein Mercedes mit seinen LED-Scheinwerfern. Schön. Das muss am Citroën C4 Picasso liegen.
Citroën C4 Picasso – der neue Familienvan vereint futuristisches Design mit großem Raumangebot.

Der schaut näm­lich, im Gegen­satz zum noch ver­schla­fe­nen und ver­drück­ten Len­ker, rich­tig gut aus. Da haben sich die Fran­zo­sen schon ordent­lich am Zei­chen­brett aus­ge­tobt, um einem an sich öden Fami­li­en-Van, ein außer­ge­wöhn­li­ches Design zu ver­pas­sen. Die recht futu­ris­ti­sche Front mit den geteil­ten Schein­wer­fern scheint den Men­schen zu gefal­len. Sie ver­leiht dem Auto, das wie die meis­ten sei­ner als bie­der ver­schrie­nen Kon­kur­ren­ten sonst schon fast die Form von einem Ei hat, etwas Sport­li­ches.

Große Klappe für leichtes Einladen. Der Kofferraum fasst 537 bis 1709 Liter.

Schau ein­mal an, sogar der rie­si­ge Typ in dem für ihn viel zu klei­nen Fies­ta blen­det zum Gruß kurz auf. Ja, das ist ver­ständ­lich. Der gute Mann wünscht sich bestimmt etwas von dem groß­zü­gi­gen Platz­an­ge­bot im C4 Picas­so. Mehr als 1700 Liter schluckt er oder bie­tet vier von fünf Per­so­nen gemüt­lich Platz. Um den Platz in der Mit­te hin­ten wird sich auch in die­sem Auto kei­ner rau­fen. Obschon der Fran­zo­se vor allem mit dem offe­nen Glas­pan­ora­ma­dach auch hin­ten rich­tig geräu­mig wirkt. Die Sit­ze sind auch für fes­te­re Men­schen kom­mod, geben aber kaum Sei­ten­halt.

Das Display mit dem Tacho in der Mitte wird nicht jedermanns Sache sein.

Ein Kur­ven­räu­ber ist der C4 Picas­so aber ohne­dies nicht. Mit sei­nem auf Kom­fort getrimm­ten Fahr­werk glei­tet er lie­ber, hetzt nicht gern, schon gar nicht, wenn die Radi­en enger wer­den. Der 115 PS star­ke Tur­bo­die­sel ver­lei­tet auch nicht zu Beschleu­ni­gungs­ren­nen, und doch ist der C4 damit wirk­lich gut moto­ri­siert.

Angetrieben werden die Vorderräder des C4 Picasso von einem 4-Zylinder-Turbodiesel.

Das Sport­li­che hört bei der fein design­ten Front schon auf. Innen wirkt der Fami­li­en-Van prak­tisch und hat eine gute Mate­ri­al­an­mu­tung. Nur die rie­si­ge Info­ta­fel samt Tacho in der Mit­te statt hin­ter dem Lenk­rad, die trifft nun nicht jeder­manns Geschmack. Zwar ist es nicht schwe­rer oder ein­fa­cher, dort die Geschwin­dig­keit oder die Fahr­zeug­pa­ra­me­ter vom zwölf Zoll gro­ßen Bild­schirm abzu­le­sen, aber unge­wohnt ist es.

Der Normverbrauch wird mit 4 Liter angegeben. Das schafft er in der Praxis dann doch nicht ganz.

Unge­wöhn­lich ist auch die­se Freund­lich­keit, die dem C4 Picas­so heu­te ent­ge­gen­flu­tet. Da vor­ne ste­hen zwei Män­ner und win­ken freund­lich. Uh, die haben ja bei­de ein Kap­perl auf. Ste­hen­blei­ben und fra­gen, ob sie Hil­fe brau­chen? “Füh­rer­schein, Fahr­zeug­pa­pie­re” , grüßt der eine und star­tet gleich ein Guten-Mor­gen-Quiz: “Haben Sie schon ein­mal eine Alko­hol­kon­trol­le gemacht?”

Zu haben ist der Van ab 23.450 Euro.

Mit der Ant­wort “Nein”  über­reicht der Quiz­mas­ter den Gewinn, ein Kastl zum Rein­bla­sen. 0,0. Ich habe anschei­nend ver­lo­ren, denn die bei­den wen­den sich von mir ab und dem Auto zu: “Was kos­tet der denn? Wie fährt er?”  Der Fra­gen­ka­ta­log aus der Kate­go­rie C4 Picas­so halt. Weil, so der Quiz­mas­ter: “Der wird mei Nächs­ter.”