Kein harmloser Stromstoßer

Eine Elek­tro-Endu­ro ist ja nur ein harm­lo­ses Spiel­zeug. 21 PS, 32 Nm und 8.500 € sind jetzt nicht die Zuta­ten eines Hor­ror­scho­ckers. Trotz­dem endet der Test im Kran­ken­haus.

In der Schweiz baut Quantya um nicht ganz wohlfeile 8.500 € eine Elektro-Enduro, die wirklich Spaß macht. Sie fährt länger als ein normaler Mensch sich darauf halten kann. Das volle Drehmoment liegt schon an, da hört man noch nicht einmal, dass der Motor bereits läuft. Vielleicht ist das der Grund, warum die Testfahrt im Krankenhaus endet.

Nor­ma­ler­wei­se bin ich ja ein grund­ver­nünf­ti­ger Mensch. Ohne CE-geprüf­te Pro­tek­to­ren schla­fe ich nicht ein­mal mit mei­ner Frau. Und agrad beim Quantya-Testri­de hab ich mei­ne Knie-Pro­tek­to­ren ver­ges­sen. Ob die dort lie­gen, wo ich auch immer die Haa­re aus dem obe­ren Stirn­be­reich lie­gen las­se, weiß ich nicht. Für den Elek­tromo­ped-Test mit der Quantya macht mir das aber jetzt auch nicht mehr Kopf­zer­bre­chen als die in den Nacken wach­sen­de Fri­sur.

Die­se Leicht­fer­tig­keit bestraft die Quantya aber schnell. Beim ers­ten Vor­der­rad-Lup­fer für die Kame­ra, reißt es mich hin­ten vom E-Moped. Ich schla­ge schwer mit den Kni­en ein und schon beim Auf­he­ben von der Quantya weiß ich, dass da jetzt was nicht stimmt. Graf Foto besteht aber dar­auf, dass er nach den weni­gen Sekun­den Fahrt noch zu weni­ge Fotos für eine gan­ze Geschich­te hat. Also fah­re und stür­ze ich noch gut drei Stun­den, bis sei­ne Emi­nenz abwinkt und die Rei­ße­ri­sche mich ins Kran­ken­haus füh­ren darf.

Wie mir der Quantya trotz den Fal­lens gefal­len hat, hielt ich im Standard.at fest. Sie fin­den die Geschich­te hier.

Foto: Wolf-Dieter Grabner